
Die Ziegen
Seit einigen Jahren haben wir auch eine kleine Ziegenherde. Sie halten das Gebüsch auf den Weiden zurück, insbesondere die Schlehen. Wenn sie auf eine neue Weide kommen gehen sie als erstes an die frischen Gebüschtriebe. Bis zu 2,00m steigen sie im Gebüsch hoch.
Ziegen sind jetzt zur Biotoppflege sehr gefragt. Naturschutzflächen und besonders jetzt aufgelassene Weinberge werden von den Ziegen und Schafen freigehalten.
Nicht mehr bewirtschaftete Weinberge, so genannte
Drieschen, belasten die bewirtschafteten Nachbarweinberge mit vielen Krankheiten. Die Ziegen fressen die alten Weintriebe ab.
Wenn diese Weinberge verbuschen, wird das bei uns einmalige Weinbergbiotop zerstört.
Wir haben hier durch das Klima der Nahe ein spezielles Biotop. Einige Eidechsen, spezielle Heuschrecken, Schmetterlinge und Vögel gibt es nur hier. Die Trockenmauern und Halbtrockenrasen sind nur durch eine Beweidung ökologisch und ökonomisch zu erhalten.
Die Gäste der Region lieben es auch eher in einer freien Landschaft zu wandern, als in einer verbuschten, dunklen Vegetation.
Die Ziegen aber sind schwierig zu halten. Sie klettern überall hin, springen über Zäune und finden es außerhalb der Koppel immer schöner. „Sie überlegen den ganzen Tag, wie sie uns ärgern können.“ sagte mir mal ein alter Ziegenzüchter.
Wir haben nur Burenziegen, die man nicht melkt. Trotz der Nachfrage nach Ziegenmilch lohnt es sich nicht, durch die hohen und teuren Auflagen, eine Bio-Ziegenmolkerei in Deutschland aufzubauen.









